Eine gute Website erkennst du 2026 an fünf Dingen: Sie lädt schnell, funktioniert auf dem Handy, ist für alle bedienbar, sagt in fünf Sekunden, was du anbietest, und führt zu genau einem nächsten Schritt. Das Design kommt erst danach.
Du öffnest die Website eines Dienstleisters auf dem Handy. Drei Sekunden lang passiert nichts. Dann springt der Text nach unten, weil ein Bild nachlädt, und dein Daumen landet auf dem falschen Knopf. Du gehst zurück zu Google und klickst auf den nächsten Anbieter.
Genau so verlieren Unternehmen und Selbstständige Anfragen, ohne es zu merken. Die Website sieht am großen Bildschirm im Büro gut aus. Der Kunde sieht sie aber unterwegs, mit einer Hand, zwischen zwei Terminen.
Schnell laden ist kein Extra mehr
Google misst seit Jahren, wie sich eine Seite für Besucher anfühlt, und nennt diese Werte Core Web Vitals. Drei Zahlen zählen:
| Wert | Was er misst | Gut ist |
|---|---|---|
| Ladezeit des Hauptinhalts (LCP) | Wann das Wichtigste sichtbar ist | höchstens 2,5 Sekunden |
| Reaktion auf Klicks (INP) | Wie schnell die Seite auf einen Tipp reagiert | höchstens 200 Millisekunden |
| Ruhiges Layout (CLS) | Ob Inhalte beim Laden verrutschen | höchstens 0,1 |
Die Werte stammen von Google selbst. Du kannst sie für deine eigene Website kostenlos prüfen, mit dem Werkzeug PageSpeed Insights. Trag deine Adresse ein und sieh dir zuerst das Ergebnis für Mobilgeräte an.
Das Handy ist der erste Bildschirm
Google bewertet deine Website nach ihrer mobilen Fassung. Was auf dem Handy fehlt oder nicht lesbar ist, zählt für Google nicht. Prüf deshalb drei Dinge mit dem eigenen Telefon:
- Kannst du die Telefonnummer antippen und landest direkt im Anruf?
- Ist der wichtigste Knopf mit dem Daumen erreichbar, ohne zu zoomen?
- Lässt sich jeder Text lesen, ohne das Gerät zu drehen?
Barrierefreiheit ist seit 2025 für viele Pflicht
Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet viele Unternehmen, ihre digitalen Angebote für Verbraucher barrierefrei zu gestalten, zum Beispiel Online-Shops und Buchungsstrecken. Für Dienstleister gibt es eine Ausnahme: Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind ausgenommen.
Ob dein Unternehmen betroffen ist, klärst du am besten mit deiner Kammer oder einer Rechtsberatung. Unabhängig davon lohnt sich Barrierefreiheit: Gute Kontraste, große Schaltflächen und klare Überschriften helfen jedem Besucher, nicht nur Menschen mit Einschränkungen.
Fünf Sekunden für die wichtigste Frage
Ein Besucher will sofort wissen: Bin ich hier richtig? Deine Startseite beantwortet das, wenn oben drei Dinge stehen:
- Was du anbietest, in den Worten deiner Kunden.
- Für wen und wo, zum Beispiel für Unternehmen im Münsterland.
- Was der Besucher als Nächstes tun soll: anrufen, Termin buchen oder anfragen.
Der häufigste Fehler ist nicht ein altes Design. Es sind drei verschiedene Aufforderungen auf einmal. Wer alles anbietet, bekommt keinen Klick.
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Wo ein neues Design nichts bringt
Eine neue Website löst kein Problem, das im Angebot liegt. Wenn unklar ist, wofür dein Unternehmen steht, macht auch das schönste Design daraus keine Anfragen. Dann beginnt die Arbeit mit einem Gespräch und nicht mit einem Entwurf.
Häufige Fragen
Wie lange hält eine Website heute?
Die Technik hält viele Jahre, wenn sie gepflegt wird. Inhalte und Bilder solltest du mindestens einmal im Jahr prüfen. Spätestens wenn die Seite auf dem Handy hakt, ist es Zeit.
Muss ich bei einer neuen Website bei Google von vorn anfangen?
Nein, wenn der Umzug sauber gemacht wird. Wichtig ist, dass alte Adressen auf die neuen weiterleiten. Wie du die Sichtbarkeit prüfst, steht im Beitrag Deine Website taucht bei Google nicht auf?
Reicht ein Baukasten?
Für den Start oft ja. Sobald du gezielt Anfragen gewinnen willst, stößt du an Grenzen bei Ladezeit, Aufbau und Auswertung.
Quellen: Google, Core Web Vitals (web.dev). Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, in Kraft seit 28. Juni 2025, Informationen der Industrie- und Handelskammern.